Die alte Keiserstraße

  • Abfahrt und Ankunft: Dimaro – Chiesa di San Lorenzo
    Dauer: zirka 6 Stunden
    Schwierigkeitsgrad: FÜR EXPERTEN
    Min. Höhenlage: 768 m
    Max. Höhenlage: 2.146 m

Von dem Dorf Dimaro (wo man den kühnen Glockenturm aus dem 16.Jahrhundert bewundern kann) folgt man den Gemeindestraßen bis zum Ortsteil Carciato. Dort schlägt man rechter Hand ein Asphaltsträßchen ein (Kruzifix), das in den Westteil des Ortes (Gebiet Senasega) aufsteigt. In der Ortschaft fährt man nach links und zwischen neueren Häusern bis zum Ende der Asphaltstraße, wo eine Schotterstraße beginnt, die zum Wald hinaufführt. Dort erneut rechts, am Rand einiger Wiesenflächen entlang in den Tannenwald, bis man an die Ufer des Baches Meledrio kommt. Man überquert diesen auf der charakteristischen Holzbrücke (Rastplatz) und stößt auf ein Erdsträßchen, das von der Staatsstraße 239 aufsteigt. In einer frischen, ruhigen Umgebung geht es mit leichtem Gefälle an einigen alten Manufakturen (Kalköfen) vorbei zu der Brücke über den Wildbach Meledrio (Wasserfall), die man überquert. Dann fährt man auf einer festen, steilen Straße mit zahlreichen Kehren bergauf bis zu einer ebenen Strecke, wo man an einer Gabelung rechter Hand den Hinweis Pont del Pastin – Campo Carlo Magno findet; kurz hinter einem der Madonna geweihten Bildstock, der dem ähnlich ist, den man an der vorhergehenden Steigung gesehen hat, geht es auf der nun enger werdenden Straße, die an den Hängen der unwegsamen Schlucht ausgehoben wurde, durch einen kleinen Tunnel bis zu einer Holzhängebrücke über den schäumenden und brausenden Wasserfall des Baches Meledrio.
Das Sträßchen wird nun ein wenig breiter und steigt in dem schattigen, ruhigen Tannenwald und den Windungen des Baches folgend in der Talsohle aufwärts bis zu dem brach liegenden freien Platz der etwas höher liegenden Malga Presson (Gebiet Pont del Pastin). Nun folgt man rechter Hand einer breiten Schotterstraße, die am Weidenrand aufsteigt und wenig später in den schattigen Wald mit riesigen Tannen und zu einer Gabelung führt. Rechts geht es zur Malga Presson; wir setzen linker Hand den Weg mit unterschiedlichem Gefälle in Richtung Passo Campo Carlo Magno fort. Der Name scheint an einen Übergang des berühmten Kaisers Karl der Große (zwischen dem 8. und 9. Jahrhundert) zu erinnern, wurde aber erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt. Die Strecke wird nun unwegsamer und wilder, bietet jedoch einen wunderbaren Blick auf das Val di Centonai, woher ein Großteil des unteren Val di Sole sein Trinkwasser bezieht, und die umgebenden Gipfel; man achtet darauf, rechts zu bleiben und kommt an einer Schranke vorbei; dann wird die Straße steiler und führt an einem kleinen Bildstock mit einer Quelle vorbei und nach einigen Kehren zur Staatsstraße 239, Madonna di Campiglio – Dimaro, in dem Gebiet Prà del Mazza.
Links bleibend verläßt man leicht bergab fahrend die Staatsstraße, kommt über den Bach Meledrio auf die andere Seite und von dort erreicht man rechtsbleibend die Wiesenfläche der direkt unter den Dolomitenwänden liegenden Malga Mondifrà (=Monte dei frati [Mönchsberg]: in alten Zeiten war diese ein Benefizium der Ordensbrüder, die das Heim S. Maria in Campiglio beaufsichtigten – 1632 m). Der eben verlaufende Weg führt in den Wald und kommt dann bei einer weiten Kurve auf eine Weide. Varianten Grostè-Pass*. Ein wenig bergab folgt man rechts einer deutlichen Wegspur, die zur Weide hinaufführt und dann über einige steile Teilstücke mit zutage tretenden Wurzeln zu den Golfplätzen und den Häusern vom Passo Campo Carlo Magno gelangt. Man bleibt rechts und folgt den Loipenspuren zwischen kleinen Wiesenflächen und kommt zu der Staatsstraße 239 und der Wohnanlage Rio Falzè. Varianten Lago Malghette*.
Kurz bevor man die Staatsstraße kreuzt, muß man in dem Tannenwäldchen gut acht geben, um rechter Hand den Pfad zu sehen, der zwischen den Bäumen absteigt, über eine kleine Brücke über den Rio Falzè und parallel zur Staatsstraße in Richtung Dimaro verläuft und diese dann bei einer Kurve kreuzt. Auf der anderen Straßenseite zweigt eine Schotterstraße mit dem Hinweis Malga Darè ab, die man nach einigen Kilometern erreicht (ausgezeichnete Sicht auf die Brentagruppe). Danach kommt man in ein sumpfiges, unebenes Gebiet mit wenigen Markierungen, aber deutlichen Spuren eines Pfades, die zur Malga di Dimaro (1662 m) führen. Dort wendet man sich nach links auf eine Schotterstraße mit zunächst wechselndem und dann starkem Gefälle, auf der man nach einigen Kehren bergauf nach Malghet Haut (1861 m – Aufstiegsanlagen – Gaststätte/Hütte) gelangt. Nun geht es nach links in Richtung Monte Vigo – Rif. Orso Bruno, wobei man der Straße folgt, die mit unterschiedlichem Gefälle an den Südhängen des Monte Spolverino entlang zum Rifugio Orso Bruno (Rastplatz mit bezaubernder Aussicht) bringt. Von der Hütte geht es auf einer sehr steinigen Straße bergab zur Panciana Alm, wo der Weg leichter zu befahren ist und eine schnelle Abfahrt zur Kreuzung der Landstraße 206 nach Marilleva gestattet. Nach etwa 1 km auf der Landstraße kommt man auf die Weiden von Malghetto di Mestriago, wo diese eine weite Kehre mit einem herrlichen Blick auf das untere Val di Sole vollzieht; von dort steigt rechts eine Schotterstraße etwa 1 km über einige Bächlein allmählich auf. Neben der Malga di Almazzago geht es zunächst in schneller Talfahrt und dann mit mäßigerem Gefälle hinab zur Ortschaft Costa Rotian und in Kürze zurück nach Dimaro.

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